Cross over Frühstück: American pancakes mit Erdbeermarmelade

Nachdem ich auf der Suche nach einem Rezept für belgische Waffeln über „easy breakfast & brunch – simple recipes for morning treats“ aus dem Verlag Ryland Peters & Small gestolpert bin, war heute american pancake Frühstück angesagt. Da ich weder Ahornsirup noch Pecanüsse im Haus und auch keine Lust auf Blaubeeren, dafür aber unglaublich leckere Erdbeermarmelade von der Schwieger-Tante da hatte, wurde es ein cross over. Erstaunlicherweise sahen die Pfannkuchen genau so aus, wie man sie aus amerikanischen Filmen und Serien kennt. Absolut empfehlenswert, auch der beste Ehemann von allen mochte sie

Das Wenden mit Pfannenwender hat geklappt :-)

Das Wenden mit Pfannenwender hat geklappt :-)

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Zwiebel-Schmand-Dip

Mein „Tütenfuttersubstitutionsprojekt“ heute: Ein Dip zur Gyrossuppe.

Die meisten Rezepte zu diesem Dip sehen so aus: 2 Becher Schmand, 1 Tüte „Zwiebelsuppe“, beides miteinander verrühren, fertig. Nun habe ich mir die Inhaltsangabe einer beliebigen Tüte Zwiebelsuppe angesehen: Röstzwiebeln, Salz – und eine Menge Zeug, das ich so nicht unbedingt im Essen haben will oder muss.  Zwiebeln und Röstzwiebeln sind ungemein lecker und gehören zum festen Ensemble meines Küchentheaters. Zwiebeln sind gesund, günstig, ganzjährig erhältlich und relativ leicht aufzubewahren. Ich habe mal folgendes probiert:

Zwiebeln und Schalotten auf Schneidebrett
Auf die Tränen, fertig, los!
Zwiebeln in Pfanne
Absolut männertauglich.
Zweibel-Schmand-Dip auf Brot
Auch als Brotaufstrich geeignet

Zwiebel-Schmand-Dip weiterlesen

Trollalarm – oder: Ernährungsmissionierung der 1. und der 2. Stufe

Adbusting

In Köln scheint es einen oder mehrere Menschen zu geben, die etwas gegen Fast Food haben und die Botschaft vermitteln wollen, dass es gar nicht schwer ist, selber etwas Feines zu kochen. Sie überpinselten die Werbeplakate für Burger mit Rezepten. Wie wir gelernt haben, nennt sich das Adbusting [1]: http://www.koeln.de/koeln/adbusting-an-koelner-werbeplakaten_778983.html Durchaus eine witzige Aktion, auf den ersten Blick jedenfalls.
Ob die Burger-Ketten Spaß verstehen? Oder sich sogar über die bundesweite Aufmerksamkeit freuen? Immerhin sind die Logos noch gut zu sehen – und die Photos der übermalten Werbewände tingeln gerade durchs gesamte Netz. Bei den Kommentaren von den Ernährungsaposteln Trollen, die gleich anmerken, dass es doch viel besser wäre, wenn es vegetarische Rezepte wären oder bitte das Fleisch nur beim Biobauern gekauft werden dürfte, merkt man eindeutig, dass die keinen Spaß verstehen. Klar, so einen Fast-Food-Junkie kann man ganz leicht mit Hirse-Dinkel-Burgern davon überzeugen, dass es bessere Ernährungsformen als täglich Fast Food gibt. 100%ig. Eigentlich sollten gerade diese politisch-korrekt-Trolle doch wissen, dass man den Klienten da abholen muss, wo er steht, nicht wahr? Und da wäre eine selbst zubereitete Reispfanne doch schon ein gewaltiger Fortschritt. (Und nach meinem pers. Geschmack auch besser.) Lasst uns einen Sitzkreis bilden und das auf uns wirken. Oder selber etwas kochen, braten, backen, rühren, mixen.

Buchweizen
Körner statt Fast Food?

Stiftung Warentest – ganz unerwartet kulinarisch

Da brat mir doch einer ’nen Storch – oder lieber nicht, die stehen ja unter Naturschutz. Plötzlich taucht doch in FB als aktuelle Meldung von Stiftung Warentest ein Rezept auf – und sogar eines, dass vielversprechend klingt. Liegt ja eigentlich auch nahe, wenn man den ganzen Tag Lebensmittel und Küchengeräte testet. Weiteres Stöbern auf der Website ergibt, dass die Stiftung auch Sonderhefte und Bücher  mit Rezepten anbietet: Von Diät bis Dessert ist alles dabei: vegetarisches Kochen, mediterranes Kochen, schnelles Kochen, Kochen bei Lacotoseintolleranz und vieles mehr. Von der Autorin, deren Namen auf einigen Buchdeckeln prangt, Dagmar von Cramm, bin ich seit „Aldidente Kochen für viele“ Fan, sie schreibt flott, fundiert und für Otto-Normaltroll verständlich.

Also ich weiß, was es morgen Abend gibt. Erfahrungsbericht folgt.

Sonntagnachmittag, perfekt

Was macht einen Sonntagnachmittag perfekt? Eine Version ist: Spaziergang, anschließend Kaminfeuer, ein Film mit Prädikat „besonders kindheitserinnerungsvoll“ – sprich einer mit Bud Spencer, Louis de Funès, Fernandel als Don Camillo, Heinz Erhardt oder Heinz Rühmann (d.h. also z.T. schon Kindheitserinnerungen in zweiter Generation ;-) – und WAFFELN.  Die australische Autorin und Bloggerin Liv Hambrett stellt fest: „Germans love doing Kaffe und Kuchen for all sorts of occasions.“  You are so right, Ms Hambrett. * Sonntagnachmittag ist auf jeden Fall eine Gelegeheit für fast jede Form von süßem Gebäck. Waffeln sind toll. (Oder schon mal herzhafte Waffeln gemacht? Man kann z.B. auch die Masse für Reibekuchen fettarm im Waffeleisen backen.)

Rezepte gibt es zu Hauf, es gibt ganze Rezeptbücher, die sich ausschließlich Waffeln widmen. Hat man die Zutaten und ein funktionierendes Eisen im Haus, kann man innerhalb von 15 min zum Kaffeeklatsch schreiten.

Worauf sollte man achten? Die Eier sollten wirklich frisch sein, mit Mineralwasser wird der Teig schön fluffig (natürlich nicht mit stillem Wasser – sondern „richtig“ sprudeliges), wenn man mehrere Eisen gleichzeitig betreibt, z.B. anlässlich Basar/Kindergeburtstag/Weihnachtsfeier, sollte man auf die Höchstlast der zugehörigen Sicherung achten. Backpulver verliert, steht der Teig lange, seine Wirkung, d.h. je frischer der Teig, desto besser die Waffel. Mit der Zeit kann man den Bräunungsgrad nach unten regulieren oder muss die Waffel früher rausnehmen, da das normale Haushaltswaffeleisen sich von Minute zu Minute weiter aufheizt.

Nachteil: Einer ist immer damit beschäftigt, nach dem Eisen zu schauen und für Nachschub zu sorgen, bei mehr als vier Essern kann das schon in Stress ausarten.

Heute fiel die Rezept-Wahl auf „Sonntagswaffeln“ aus dem Buch „Waffeln Die besten Rezepte“, Sandra Fischer (Hrsg.), Basserman Verlag, München, gekauft 2002, aber auch in aktueller Auflage erhältlich. Hier findet man auch Rezepte für Waffeltorten oder herzhafte Waffeln.

Waffelherzen
… und schon so gut wie weg.

* Den anderen kulinarischen Erfahrungen aus den derzeit 151 Punkten von Liv Hambrett gehen wir vielleicht bei Gelegenheit nach.

Liv Hambrett: What I know about Germans, http://www.livhambrett.com/everything-i-know-about-germany-germans/what-i-know-about-germans/, Letzter Abruf 05.01.2013

 

Frohes neues Jahr!

Wir wünschen allen, die irgendwann vielleicht einmal diesen Blog lesen werden, ein frohes neues Jahr und dass die guten Vorsätze etwas länger halten als im letzten ;-) Einer unserer Vorsätze: Am Blog arbeiten, so dass er irgendwann mal auch anderen Augen als den unseren vorgeführt werden kann. Und lustige Illustrationen für den Blog schaffen.

Junges Kochbuch – auch für Kochanfänger

Wenn der Neumond den Schlaf raubt, stöbert man schon einmal durch die ebooks, die man so sein eigen nennt – und – tadaa – letztes Jahr hat mir der Versandriese bei der Weihnachtsaktion doch tatsächlich ein ganz tolles elektronisches Kochbuch geschenkt:

„Basic cooking“ von Sabine Sälzer und Sebastian Dickhaut, erschienen bei Gräfe und Unzer (GU).

Kochbuch Basic Cooking

Bei diesem Kochbuch, macht schon alleine das Lesen Spaß – es ist sehr angenehm und unterhaltsam geschrieben, setzt kein besonderes Vorwissen voraus, im Gegenteil, es wendet sich explizit an Küchen-DAUs, die Rezepte sind alltagstauglich und alles andere als langweilig. Es gibt nur wenig, wo ich mir denken würde, dass es noch einen Tick ausführlicher erklärt sein sollte. Auf der Website kuechengoetter.de gibt es auch Videos, in denen der Autor Rezepte aus dem Buch kocht. Die Reihe umfasst mehr als ein Dutzend Bände, z.B. auch „Oriental Basics“ oder „BBQ Basics“, gibt es natürlich auch gedruckt. Der Preis von 11,99 € in der Kindle-Edition und 15 € in der gedruckten Form (Taschenbuchausgabe) für ein Buch ist IMHO erschwinglich und gut angelegt.

Ceylon-Zimt kaufen – aber wie?

Nachdem ich neulich wieder über einen Artikel stolperte, der vor dem Verzehr von Cassia-Zimt warnte, warf ich einen kurzen Blick in meinen Gewürzschrank und verglich meinen Vorrat an Zimtstangen mit diesem Bild http://www.bfr.bund.de/cm/343/cassia-und-ceylon-zimt-unterschied.jpg: Ergebnis: Sie wohnen jetzt alle im Bastelschrank. Gemahlener Zimt? Schon lange in Gläser umgefüllt, also Tütenaufschrift verschollen – na gut, dann halt neu kaufen, was soll’s. Ja, wenn das mal so einfach wäre. In allen Supermärkten in unserer Kleinstadt auf alle Tütchen und Döschen geschaut: Nirgendwo ist deklariert, um welche Sorte es sich handelt. Auf einem, einem Eigenmarke-Produkt, prangt allerdings ein „sehr gut“ von Öko-Test – und nach kurzer Recherche im Internet weiß ich jetzt, dass dieses Produkt vor einem Jahr von Öko-Test als unbedenklich eingestuft wurde [1]. Online gibt es auch einige Angebote – aber man muss ja nicht wirklich alles online kaufen, oder?

Moral aus der Geschicht: Wer gut einkaufen will muss sich gut informieren – Produktbeschriftungen alleine reichen bei Weitem nicht aus.

Zum Nachlesen:

 

 

Backen und Kochen für die Crowd